Louis Dürr (1896 - 1972)
Manche Bilder zeigen Bergketten, die aus dem Dunst ragen und sich im milden Licht sonnen. Auf anderen Gemälden sind Eisfelder zu sehen, die mit den Wolken verschmelzen. Oder Weideland mit einzelnen Häusern, am Horizont ein Felswall. Oder Seelandschaften, in denen sich das Herbe der Alpenwelt mit der Heiterkeit des Mediterranen mischt. Der Pinselstrich des Malers ist kraftvoll, der Farbauftrag dick, die Formgebung leicht stilisierend.
Viele dieser Werke könnten von Ferdinand Hodler stammen. Sie wurden jedoch vom Burgdorfer Maler Louis Dürr geschaffen, der sich an Hodlers Malstil eng anlehnte. Dürr lebte von 1896 bis 1972. Er kam als zweiter Sohn des Burgdorfer Hutfabrikanten Dürr-Willer zur Welt. Zuerst absolvierte er eine Lehre im örtlichen Fotoatelier Bechstein, entschied sich dann aber für den Beruf des Kunstmalers. Das Rüstzeug dazu erwarb er sich in Basel, Paris und München. 1924 begann er, als freier Maler in der Schweiz zu arbeiten.
Quelle: bz